Millionen Kubikmeter Gas pro Tag in der Ukraine

Ostrivská – dieser Name wird bei MND wahrscheinlich häufig fallen. Es handelt sich um eine neue Lizenz, die MND bei einer staatlichen Auktion im Westen der Ukraine erworben hat. Alles deutet darauf hin, dass sie ein enormes Potenzial an Gasvorkommen birgt. Die zweite neu erworbene Lizenz ist Pivdenozalužanská, die sich ebenso wie Ostrivská in der Region Lemberg befindet. Diese Lizenz wurde durch den Erwerb eines Unternehmens erworben, das zwar über die Lizenz verfügte, aber aufgrund von Kapitalmangel nicht in der Lage war, mit der Förderung zu beginnen.

Vor fünf Jahren waren die MND-Unternehmen in der Ukraine auf einer Fläche von knapp 150 Quadratkilometern tätig. Derzeit verfügen sie über Lizenzen für eine Fläche von 522 Quadratkilometern – also dreieinhalb Mal so viel.

Wann wird die Millionengrenze erreicht?

Was die aktuelle Förderung betrifft, so fördert MND derzeit (Stand Februar 2026) in der Ukraine täglich 900.000 Kubikmeter Gas. Das ist jedoch keineswegs der Höhepunkt. Mit der fortschreitenden Ausweitung der Förderung und den hinzukommenden Bohrungen wird das Fördervolumen in diesem Jahr sicherlich steigen. Nach und nach werden weitere Bohrlöcher in Betrieb genommen, einige weitere sind geplant.

Um den Prozess zu beschleunigen, wird bereits vor Fertigstellung der Bohrungen selbst mit dem Bau einer Gasleitung begonnen, die an die neuen Standorte angeschlossen wird. Dann kann die Bohrung sofort in Betrieb genommen und mit der Förderung begonnen werden – ohne Verzögerung. „Dadurch sparen wir bis zu drei Wochen. Nach unseren Annahmen sollten wir im April den Meilenstein von einer Million Kubikmetern Gas pro Tag erreichen“, sagt Lukáš Svozil, Chef von MND Ukraine (das Ziel wurde am 14. März erreicht – Anmerkung der Redaktion).

Der jährliche Förderplan für dieses Jahr ist auf 330 Millionen Kubikmeter Gas festgelegt, ein Ziel, das MND dank kontinuierlicher Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur erreichen will.

Bohrungen, Seismik und weitere Entwicklung

MND hat in der Ukraine auch ehrgeizige Pläne im Bereich der Bohrungen. Auf neuen Lizenzen wie Ostrivská sollen die Bohrungen Ende April/Anfang Mai beginnen. Die 2D-Seismik wurde bereits abgeschlossen, und es ist geplant, das gesamte Gebiet mit 3D-Seismik abzudecken, was detailliertere Daten für die weitere Förderung liefern wird.

Im Mai wird MND dann mit den Bohrungen auf der Lizenz Pivdenogirská beginnen, wo gleich drei neue Bohrungen geplant sind. Sehr dynamisch ist die Situation auch auf der Tynivská, wo derzeit die Bohrung Tynivská 111 fertiggestellt wird. Eine weitere wird in der zweiten Hälfte dieses Jahres folgen.

Zum Sommeranfang wird MND mit Bohrungen im Lizenzgebiet Žukyvská in der Region Poltawa beginnen.

Langjährige Präsenz und breites Spektrum im Energiesektor

MND ist seit 2014 in der Ukraine tätig und hat sich in dieser Zeit als bedeutender Akteur im Bereich der Öl- und Gasförderung etabliert, insbesondere im westlichen Teil des Landes. Ein entscheidender Meilenstein war die Entdeckung des Gasfeldes Girská im Jahr 2019, die den Weg für ein rasches Wachstum des Portfolios ebnete. Dieses setzte sich auch in den Jahren 2021–2025 fort.

Neben der Förderung ist MND in der Ukraine auch an der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien beteiligt – konkret im Windpark Oriv, der jährlich etwa 90 GWh Strom erzeugt.

Dank der Kombination aus Explorations-, Förder- und Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien wird die Ukraine für MND zu einem Schlüsselmarkt, nicht nur im Hinblick auf das aktuelle Geschäft, sondern auch auf die langfristige strategische Entwicklung.

Geplante Gasproduktion für das Jahr 2026 330 Millionen Kubikmeter
Gezahlte Steuern im Zeitraum 2022–2025 3,656 Milliarden UAH
Anzahl der Mitarbeiter im Büro in Lemberg 31
Anzahl der Mitarbeiter im Betrieb und in der Produktion 36
Martin Benes
Chefredakteur

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