Archäologen haben am Standort unseres Photovoltaik-Kraftwerks weitere reiche Gräber aus der Zeit der Völkerwanderung entdeckt
Wie im Vorjahr wird auch in diesem Jahr die archäologische Erforschung eines großen Skelettgrabes aus der Zeit der Völkerwanderung (6. Jh. n. Chr.) in der Ortschaft Mušov - Roviny unter dem Pálavské vrchy-Gebirge fortgesetzt, die mit Unterstützung des MND vom Institut für Archäologie der CAS durchgeführt wird.
Dies ist der Standort unseres Photovoltaik-Kraftwerks Mušov. Wie wir Ihnen im letztjährigen Herbstbericht mitgeteilt haben, liegt das Kraftwerk direkt auf den Gräbern der alten Bewohner Mährens. MND hat daher eine umfangreiche Untersuchung des Gebietes, auch in unmittelbarer Nähe des Kraftwerkes, finanziert. Bereits im vergangenen Jahr haben die Archäologen erstaunliche Skelettfunde und Artefakte, darunter wunderschönen Schmuck, entdeckt.
"Gestern (17. November) haben wir die Ausgrabung der letzten bisher geöffneten Gräber abgeschlossen, und es ist möglich, den größten Teil der freigelegten Fläche einzubeziehen. Leider konnten wir aufgrund der komplizierten Grundwassersituation nicht alle Gräber vollständig erforschen. Für das nächste Mal haben wir die letzten etwa 15 Grabgruben übrig gelassen, die sich auf ein sehr kleines Gebiet im nordöstlichen Teil der Sonde konzentrieren", so die Archäologin Zuzana Loskotová gegenüber MND Report. Die Experten beabsichtigen, die Erforschung des verbleibenden Gebiets so bald wie möglich fortzusetzen, da die Funde dort, wie sie sagen, "einzigartig und schön" sind.
Und wie geht es weiter mit diesen erstaunlichen Artefakten, zu denen Anstecknadeln, Halsketten und andere Schmuckstücke und Alltagsgegenstände gehören? Sobald die Archäologen die Konservierung der seltenen Funde abgeschlossen haben, plant die Akademie der Wissenschaften eine Sonderpublikation und eine Ausstellung, um alles der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Aber nicht nur wertvolle oder außergewöhnliche Objekte sind für die Archäologen von Interesse. Von Bedeutung sind auch die separaten Gemeinschaftsbestattungen von Pferden und Hunden, die in der Nähe von Elitegräbern, vor allem von Kriegern, gefunden wurden. Auch Plünderungen aus dieser Zeit sind dokumentiert, wobei einem der Pferde sogar der Kopf fehlte (siehe Bild), der möglicherweise wertvolle Teile des Pferdegeschirrs enthielt. Während die archäologischen Funde für sich genommen zweifellos von hohem historischem und künstlerischem Wert sind, wird das geborgene anthropologische Material auch von der zeitgenössischen Wissenschaft geschätzt, deren anschließende Analysen wichtige Einblicke in die zeitgenössische Bevölkerung, soziale Differenzierung, Migration und andere aktuelle Themen liefern.
Die noch mehrere Wochen andauernden Untersuchungen werden somit einen bedeutenden Teil der Stätte freilegen, die eine der größten bekannten Nekropolen des Langobardenstammes nördlich der mittleren Donau darstellt.
Die ältesten Siedlungen hier stammen jedoch aus einer viel früheren Zeit, der Bronzezeit, der so genannten Unetischen Kultur, die durch die oberirdischen Stelzenbauten mit Menschenopfern in den Fundamenten der Häuser repräsentiert wird. Im vergangenen Jahr wurde auch eine reiche Bestattungsstätte (Urnen und Skelette) aus der älteren römischen Zeit entdeckt. Die meisten archäologischen Objekte stammen jedoch eindeutig aus der Zeit der Völkerwanderung und gehören zu den germanischen Langobarden. Mehr als 200 Skelettgräber wurden bereits untersucht, 60 davon in diesem Jahr. Weitere 100 Gräber sind noch nicht entdeckt worden; ihre Existenz ist dank der zerstörungsfreien archäologischen Prospektion, d.h. der Fernerkundung und der geophysikalischen Prospektion, bekannt.
Chefredakteur
Andere Artikel
„Archa III“ trägt bereits in der Ukraine zur Erhaltung des kulturellen Erbes bei
Auf dem Gelände der Kiewer Höhlenkloster, einem der bedeutendsten geistlichen und kulturellen Zentren der Ukraine, übergaben Vertreter des MND, der Karel Komárek Family Foundation (KKFF) und des Nationalmuseums der ukrainischen Seite die mobile Konservierungsstation „Archa III“. Das Gerät ist in der Lage, vor Ort 3D-Scans von Objekten unterschiedlicher Größe anzufertigen, angefangen bei kleinen Artefakten bis hin zu historischen Gegenständen.
Poddvorov 27 – Eine Rekultivierung mit Zukunft
Kaum ein Standort des MND verdeutlicht besser, wie eine gut durchgeführte Rekultivierung eines Geländes nach Abschluss des Bergbaus aussehen kann. Das Gelände der ehemaligen Bohrstelle Poddvorov 27 ist heute ein Beispiel dafür, wie ein Gebiet nach dem Bergbau eine neue Bestimmung erhalten und wieder aktiv genutzt werden kann – und zwar in Form eines modernen Agrovoltaik-Konzepts.
Von den Batteriespeichern werden sowohl der Staat als auch die Kunden profitieren, sagt Martin Pich
Batteriespeicher entwickeln sich rasch zu einem zentralen Bestandteil der modernen Energiewirtschaft. Dabei geht es nicht nur um die Technologie, sondern auch um eine neue Möglichkeit, von Flexibilität zu profitieren und gleichzeitig das Netz zu stabilisieren. Wie genau dieses Geschäftsmodell in der Praxis funktioniert, erläutert Martin Pich, Leiter des Geschäftsbereichs Trading bei MND.